Back's Journal
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Back's LiveJournal:
| Friday, October 27th, 2000 | | 9:22 pm |
Geschafft
Gestern waren wir nach drei Wochen wieder bei Dr. Berendt und er hatte uns wieder vergessen! Gibt nun eine rote Karte fuer ihn. Er konnte dann aber noch zu Hause erreicht werden und kam nochmals zurueck. Nun er wurde Vater und wir wollen ihm nochmals verzeihen, dass er uns vergessen hat. Aber das Wichtigste ist eigentlich, dass wir die Therapie abschliessen konnten und ich mich seit 9 Jahren das erste Mal wieder als gesund bezeichne (ausser der Fibromyalgie, aber dies ist wieder eine andere Sache). Ich haette nie gedacht dass ich je mal soweit komme und ich bin sehr stolz auf mich es geschafft zu haben. Ich bin mir zwar bewusst, dass ich immer wieder in die Depression herein kommen kann, aber ich weiss nun auch dass ich es schaffen kann wieder da raus zu kommen. Aber jetzt geniesse ich es einfach nur zufrieden zu sein und ausgeglichen. Das einzige Problem dass ich jetzt habe, ist dass meine Tage einfach zu kurz sind, fuer alles was ich gerne machen wuerde. Aber da muss ich halt noch Ueben mit organisieren! | | Sunday, September 17th, 2000 | | 5:47 pm |
Sonnenhalden Treff!
Gestern haben wir uns nun alle getroffen und es war einfach ganz toll! Ich habe Tanja, Sigi und Thomas um 15.00 Uhr in der Schalterhalle in Empfang genommen und danach sind wir alle mit dem Zug zu Dani gefahren. Thomas haette ich fast nicht wieder erkannt mit seinen kurzen Haaren, aber Tanja und Sigi haben sich nicht gross veraendert. Am Anfang war eine gewisse Hemmschwelle weil wir uns doch noch nie ausserhalb der Klinik gesehen haben, aber die war dann schnell ueberwunden. Sigi ist die einzige die noch in stationaerer Behandlung (nun aber in Bern) ist, aber nur noch einen Monat, dann auch sie es geschafft. Dani holte uns am Bahnhof ab und dann gings nach Staffelbach. Dani und ihre Familie haben ein wunderschoenes Haus im englischen Landstil, so wie ich mir mein Haus auch wuenschen wuerde. So sassen wir zuerst im Garten und liessen die Zeit in der Klnik Revue passieren. Was haben wir gelacht und Thomas hat es treffend formuliert, als er sagte dass man sich zuerst im Kuckusnest aufhalten muesse, um sich kennenzulernen. Aber es hat uns allen gut getan und es war schoen zu sehen, dass sich alle wieder auf eigene Beine stellen konnten und wieder Fuss im Leben gefasst haben. Es war wirklich ein sehr schoener Abend und alle haben es genossen. Der naechste Treff findet nun am 4. November statt und ich werde die Gastgeberin sein. | | Wednesday, September 13th, 2000 | | 10:11 pm |
Grenzen
Mittwoch, seit dem Samstag gelange ich jeden Tag auf's neue an meine Grenzen. Jeden Tag ein Kampf mit meiner Depression, die sich gemein und mit erneuter Wucht an mich ran schleicht! Aber ich kaempfe. War die unbeschwerte Zeit doch sehr kurz, aber ich will nicht undankbar sein, denn seit 9 Jahren hatte ich zum ersten Mal wieder eine! Nur nicht aufgeben und mein Ziel nicht aus den Augen verlieren. Am Samstag treffen wir uns alle von unserer Grupppe aus der Sonnenhalde, wo wir gemeinsam stationaer eine sehr schoene Zeit verbracht haben. Dies klingt jetzt komisch, wie kann man in einer psychiatrischen Klinik eine schoene Zeit verleben? Aber es war tatsaechlich so, da es eine kleine Privatklinik ist, wunderschoen in Riehen gelegen und ich wirklich ganz ganz viel Glueck hatte tolle Leute anzutreffen. Zum ersten Mal durfte ich erfahren wie es ist, geliebt zu werden so wie ich bin. Kein Verstellen, keine Heuchelei! Ich freue mich sehr auf diesen Samstag und er haelt mich im Moment aufrecht. Ich hoffe ich kann dort wieder ein bisschen Kraft tanken! | | Sunday, September 10th, 2000 | | 8:05 pm |
Traurigkeit
Am Samstag und heute bin ich wieder einmal von einer inneren Traurigkeit umgeben, wo ich nicht weiss woher sie kommt. Aber es braucht viel Kraft ihr nicht nachzugeben. Nicht einfach ins Bett zu liegen und den schweren Gedanken nach zu haengen. Ich gab mir Muehe Gerd nicht darunter leiden zu lassen, was mir einigermassen gelang. Er hat zwar bemerkt dass etwas nicht stimmt mit mir und war sehr lieb, aber durch dass ich mich nicht einfach in eine Ecke apathisch zurueck zog, kam er doch an mich ran. Dies waere ja dann ein Fortschritt zu frueher, wo ich in solchen Momenten nur noch weinen konnte oder mich so zurueck zog, dass ein Reden mit mir unmoeglich war. Was mich am meisten belastet, ist dass ich nicht weiss was die Traurigkeit ausloest. Sie ist einfach ploetzlich da und scheint mich zu ueberrollen. Tja, morgen haetten wir ja dann wieder Montag und ich darf mich wieder von den KollegenInnen quaelen lassen ohne mir etwas anmerken zu lassen. Was fuer ein Leben?! | | Sunday, September 3rd, 2000 | | 11:35 pm |
Wut
Eigentlich wollte ich ja ins Bett, weil ich so muede bin. Habe heute den ganzen Tag in der Wohnung gearbeitet, die Tiere neu plaziert, Waesche gebuegelt, Moebel umgestellt etc... Das Ergebnis ist aber sehr schoen und so dachte ich, ich gehe noch schnell ins Depressions Forum um zu sehen, was es neues gibt. Ich haette es besser gelassen! Da hat einer so einen bloeden Beitrag geleistet, dass ich am liebsten Schreien wuerde. Auf der einen Seite aergere ich mich, dass ich mich durch so jemanden provozieren lasse, auf der anderen Seite kann ich einfach nicht verstehen warum Menschen so verletzend sein muessen. Dieses Forum ist wirklich fuer Leute gedacht die Probleme haben und die Hilfe suchen. Leute die es schon schwer genug haben in ihrem Leben, warum muss man auf diesen zerbrechlichen Seelen noch herum treten? Ich glaube es ist Leuten wie Chris gar nicht bewusst, was sie mit ihren Kommentaren anrichten koennen. Ich sollte mich nicht aufregen, denn sie sind es nicht Wert und trotzdem beschaeftigt es mich und ich fuehle mich angegriffen und verletzt. Nun werde ich wohl wieder mit einer schlaflosen Nacht rechnen muessen, weil sich meine Gedanken nicht abschalten lassen...ich muss ja noch so vieles lernen! | | Thursday, August 31st, 2000 | | 5:38 am |
Geschafft
Nun hatte ich am Donnerstag so einen Kampf meine Plueschtiere mit zu unserem Therapeuten zu nehmen und was passiert? Unser Arzt hat den Termin vergessen. Gerade dann, wenn es wiklich viel zu verarbeiten gegeben haette. Nun gut ich habe ihm dann die Tiere vor die Tuere gelegt, denn ich wollte sie nicht nochmals mit nach Hause nehmen, nachdem ich mich ueberwunden habe, mich von ihnen zu trennen. Was habe ich gelitten und ich fuehlte mich so schlecht. Die ganze Zeit dachte ich wie einsam sie sind und wie verlassen. Dr. Berendt hat mich dann am Freitag angerufen und sich entschuldigt, aber er hat mich gelobt dass ich ihm die Tiere dagelassen habe. Als Belohnung hatte ich dann dafuer ein sehr schoenes Wochenende in der Heimatstadt meines Mannes und habe es genossen, an nichts zu denken. Auch mit Gerd ging es sehr gut und wir konnten die Tage wirklich in Harmonie verbringen. War noetig, nach unserem grossen Streit vom vergangenen Wochenende. Immer wieder stossen wir an die Grenzen und vorallem dann wenn es darum geht, miteinander zu reden. Unser groesstes Problem ist wirklich, die Kommunikation. Dies haben wir auch heute beim Gespraech mit Dr. Berendt erfahren. So wurden wir dann mit vielen neuen Aufgaben fuer die naechste Woche entlassen und es heisst einmal mehr arbeiten an uns selbst. | | Thursday, August 24th, 2000 | | 1:50 pm |
Jetzt oder nie!
Heute ist er also hier der Tag, an dem ich meine Plüschtiere aus den Zeiten mit Philipp abgeben muss/darf. Ich habe den Gedanken nun die ganze Zeit verdrängt und heute Morgen als ich sie einpackte, hatte ich einen harten Kampf! Aber schlussendlich habe ich es geschafft und nun sind sie in meiner Tasche. Es ist wohl ein grundlegendes Problem, dass ich mich zuwenig mit meiner Vergangenheit beschäftige. Es ist manchmal so, als existiere diese Zeit nicht. Ich kann mich nämlich an keine Geburtstagsfeiern, Freunde oder sonstigen Geschehen in meiner Kindheit erinnern. Alles wie ausgelöscht ausser den wirklich tramatischen Dingen (sexueller Missbrauch, Diebstahl, der Selbstmord von Philipp...) aber auch diese sind ganz weit weg. Wenn ich dann Leuten davon erzähle sind sie schockiert und fragen sich, wie ich es bis heute geschafft habe, mein Lächeln zu behalten? Diese Frage kann ich dann nicht beantworten weil meine Vergangenheit eben Vergangenheit ist. Nur harmonieren da meine Gedanken nicht mit meinem Körper und meiner Seele! Denn mein Unterbewusstsein mag sich noch sehr gut daran erinnern und klopft des öfteren bei mir an, vielleicht sollte ich es mal reinlassen und meine ganzen Erlebnisse raus "kotzen". | | Friday, August 18th, 2000 | | 10:34 am |
Nein, nein, nein
dass kann es doch nicht sein! Wieder einmal stehe ich an der Grenze meiner Belastbarkeit in meiner Ehe. Ich frage nach dem Sinn der Ehe, wenn beide praktisch ihr eigenes Leben leben. Man sieht sich zum essen und gibt sich einen Kuss zur Begrüssung, Abschied oder vor dem Schlafen! Aber dass ist doch keine Beziehung! Ich kann mich damit einfach nicht zufrieden geben, es reicht mir nicht! Aber ich kann, egal wie ich es anstelle nichts an dieser Situation ändern und dass macht mich krank. Ich könnte genauso gut alleine leben, es würde keinen Unterschied machen. Nun hatte ich noch einen Anruf von meiner Schwester und was musste ich da wieder erfahren, dass Gerd hinter meinem Rücken über mich geredet hat! Ich hasse dass, sie stellen wieder Theorien über mich auf obwohl sie keine Ahnung haben, was in mir vorgeht. Wenn ich mehr schlafe bedeutet dies automatisch, dass es mir schlecht geht und ich nichts mit mir anzufangen weiss! Wenn sie doch so gut Bescheid wissen, sollten sie vielleicht alle Psychologen werden. Erklärungen haben da, dann gar keinen Sinn, denn ich bin ja ein schwieriger Fall und sie weichen nicht von ihrer Meinung ab. | | Wednesday, August 16th, 2000 | | 3:43 pm |
Wut und Agression!
Ich sitze hier bei der Arbeit und in mir ist ein Wut und Agression, dass ich am liebsten Schreien würde! Im gleichen Atemzug macht es mir Angst diese eher fremden Gefühle zu empfinden. Jetzt ging es mir seit meinem Klinikaufenthalt die ganze Zeit endlîch besser und ich fühlte mich ausgeglichen und wohl. Woher und warum kommen nun diese Gefühle? Alles nervt mich und besonders Gerd mag ich im Moment ganz schlecht ertragen. Er nervt mich mit seinen ständigen Fragen, seinem Computer etc. Gleichzeitig schäme ich mich für diese Haltung, weil er mir gar nichts getan hat. Ich kann mir höchstens noch vorstellen, dass es mit der Umstellung der Medikamente zu tun hat, aber dann kann ich nur hoffen dass es bald vorbei ist. Wie soll ich arbeiten und freundlich sein, wenn mir alles und jeder auf die Nerven geht. Ich fühle mich wie ein böses hässliches Monster und ich mag mich so selber überhaupt nicht leiden. | | Monday, August 14th, 2000 | | 1:25 pm |
Soll ich lachen oder weinen?
Ich komme mir so blöd vor. Mein Kopf, meine Seele beschäftigen sich mit nur einem Thema. Und dan weine ich. Ich schreibe mir alles auf. Später schaue ich um mich. Sehe Rechnungen...Briefe, die zu schreiben sind... Unterlagen kontrollieren, ablegen... Das Steueramt will auch noch was von mir, keine Lebensmittel mehr im Kühlschrank, putzen könnte ich auch wieder einmal, die Wäsche liegt herum und schlafen sollte ich... Aber ich kann mich nicht dazu aufraffen, ich kann mich nicht konzentrieren, für mich sind diese Dinge momentan Nebensache... Obwohl sie doch genauso wichtig sind... Mein Körper bewegt sich nicht, meine Finger liegen auf der Tastatur. Manchmal weinen meine Augen. Ich lache. Ich weine. Ich schluchze. Ich gluckse. Soll ich nun lachen oder weinen? Ich will doch nur eines: gesund sein! | | 10:28 am |
Harte Zeiten!
Was für ein Wochenende! Nun habe ich meine Medikamente umgestellt und ich muss durch einen Härtetest. Mir ist schlecht, die Stimmung ist im Keller und ich frage mich wo bleibt das Wunder? Nein, es ist mir bewusst, dass es Zeit braucht bis mein Körper sich an die Umstellung gewöhnt hat, aber dass es so hart wird, damit habe ich nicht gerrechnet. Aber einmal mehr bin ich froh um meinen gelernten Beruf (Pharma Assistentin), so dass ich weiss was in meinem Körper passiert und woher die Beschwerden kommen. Trotzdem braucht es eine enorme Kraft, den Mut nicht zu verlieren und die Beschwerden zu akzeptieren und vorallem auszuhalten. Einmal mehr verfluche ich diese Krankheit und die Tatsache dass ich darunter leide. Wie einfach könnte das Leben doch sein ohne! Am Samstag waren Nicole und Holger bei uns (Nicole war mit mir in der Klinik) und es hat sehr gut getan, die Gedanken auzutauschen. Vorallem aber auch für Gerd und Holger, denn es ist auch für sie nicht leicht mit uns betroffenen zusammen zu leben. Nicole und ich sehnen uns beide oft in die Zeit in der Klinik zurück, weil wir dort so geschützt und behütet waren. Eigentlich verrückt, wenn ich bedenke wie ich die erste Zeit von meinem Aufenthalt nichts anderes wollte als wieder nach Hause! Ich habe gedacht ich werde es nie überleben und am Schluss tat es mir fast leid die Klinik wieder zu verlassen. Ich muss aber auch sagen, dass es sicher eine "Welt" ist, die nichts mit dem Alltag zu tun hat, weil man wirklich sehr behütet und abgeschirmt ist. Trotzdem wollen Nicole und ich nun eine Art Selbsthilfegruppe gründen, um eine Möglichkeit zu bieten im harten Alltag in ein warmes Nest zu flüchten. | | Friday, August 11th, 2000 | | 2:06 pm |
Schwere Aufgabe
Gestern war wieder unser Gespräch bei Dr. Berendt. Nun waren Gerd und ich drei Wochen nicht mehr dort, weil wir ja noch die Ferien dazwischen hatten. Ich wusste dass ich mit den Medikamenten was ändern muss und habe zuerst dieses Problem angesprochen. Ich habe nun über Jahre Efexor genommen und es hat mir bis anhin auch sehr gut geholfen, aber nun hat sich doch einiges in meinem Leben geändert und das Medikament kam mit diesen Veränderungen nicht mehr mit. Wenn ich bedenke dass ich früher immer nur müde war und 24 Stunden hätte schlafen könnnen, so ist es heute doch genau das Gegenteil. Ich liege wach und an Schlaf ist nicht zu denken. Manchmal würde ich am liebsten eine Reise in meinen Körper unternehmen, um zu sehen was da so vor sich geht und woher diese ständigen Veränderungen kommen. Nun auf jeden Fall werde ich nun eine ganz neue Therapie versuchen! Ich nehme nun am Abend eine Kapsel Saroten, damit meine Schmerzen bedingt durch die Fibromyalige behoben werden. Und dreimal am Tag je 3 Lachsölkapseln. Die Therapie mit Lachsöl wurde neu entdeckt und gilt unter den Fachleuten als Wundermittel! Mhm, mal sehen ob auch bei mir ein Wunder geschieht??? Nun aber zu meiner schweren Aufgabe! Ich muss meine Eule und den Diddl Dr. Berendt abgeben. Wer ist die Eule und was für ein Diddl? Also die Eule ist ein kleines Stofftier von Steiff und in der letzten Zeit des zusammenseins mit Philipp (hat sich das Leben genommen), hat er nur noch über diese "Tiere" mit mir gesprochen! Jedes Tier hatte seinen Charakter, je nachdem wie die Laune von Philipp war. Am Anfang fand ich dieses "Spiel" noch rührend. Es wurde mir erst viel später bewusst, welch traumatische Auswirkungen diese Art von Kommunikation auf mich hatte. Durch diese Erlebnisse ist es nun wichtig dass ich von diesen Abschied nehme, damit ich mit diesen Erinnerungen abschliessen kann. Der Abschied ist nun so, dass ich diese Tiere meinem Therapeuten gebe. Dort sind sie gut aufgehoben. Trotzdem ist so schwer für mich diesen Schritt zu tun. Es ist als ob mir jemand ein Stück von meinem Herzen wegnimmt. Ich habe das Empfinden die Tiere und auch Philipp zu verraten und zu betrügen. Wie kann ich diese Aufgabe lösen ohne von Schuldgefühlen geplagt zu werden? | | Wednesday, August 9th, 2000 | | 4:51 pm |
Du bist Tod
Du bist tot, aber nicht in meinem Herzen. Manchmal schrie ich vor Verzweiflung auf, ohne dass ich es gewollt hätte. Ich bewundere deinen Mut, den anscheindend nichts zurückschreckte. Doch jetzt weiss ich, dass das nur dein Äusseres war. Du bist tot, aber nicht in meinem Herzen. Manchmal träume ich und stelle mir vor, dass alles anders gekommen wäre. Doch ich weiss, dass dies immer nur ein Wunsch bleiben wird. Wenn ein Sturm draussen tobt oder wenn es regnet, beginnt es auf meiner Haut zu brickeln. Dann erinnere ich mich an die Zeit, als du noch da warst. Du bist tot, aber nicht in meinem Herzen. Manchmal schreie ich vor Verzweiflung auf, ohne dass ich es will. Deine Seele wird weiterziehen, wohin auch immer, sie wird weiterleben, dort wo sie Ruhe findet. Current Mood: melancholy | | 1:23 pm |
Meine Gefühle
Wenn ich nachts in meinem Bett liege und nicht schlafen kann, weil das Leben so traurig ist. Wenn ich nachts in meinem Bett liege und nicht schlafen kann, weil ich darüber nicht mal weinen kann. Wenn ich nachts in meinem Bett liege und weiss, ich muss, ich muss schlafen. Denn Morgen früh, in ein paar Stunden schon, dann wenn ich nichts anderes als schlafen möchte, die heile, unrealistische Welt, den Traum nicht verlassen möchte. Denn muss ich aufstehen, und ich muss ausgeschlafen sein, denn es braucht viel Energie, sehr viel Überwindung zu lächeln. Denn du musst lächeln auf dieser Welt, du musst funktionieren, solange ein Hauch Leben in dir ist, musst du funktionieren. Tust du es nicht, wirst du abgeschoben. Und wofür hast du dich dann all die Jahre so gequält - gelächelt? Wenn ich nachts in meinem Bett liege und nicht schlafen kann und daran denken muss: Was, wenn ich keine Ausnahme bin? Was, wenn alle Menschen täglich so leiden? Das nennt man dann wohl: die Volkskrankheit Depression. Doch was hilft mir das, wenn ich nachts in meinem Bett liege und nicht schlafen kann? |
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